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Remote 2.0: Bits & Pretzels Networking Week 2020

Verantwortlicher Autor: Hubertus C. Tuczek München, 13.11.2020, 23:19 Uhr
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München [ENA] Die Corona-Pandemie hat auch das ehemalige Gründerfrühstück und heute größtes Start-up Event Europas, die Bits & Pretzels 2020 mit 5000 Teilnehmer aus achtzig Nationen zu einem virtuellen Treffen werden lassen. Mit 300 Speakern und annähernd 240 Table Captains ein beeindruckendes Zusammentreffen, von dem wir auch für unsere neue Home-Office Realität einiges lernen können.

Ende September kommen jedes Jahr 5000 Gründer und Investoren in München zusammen und gehen anschließend noch gemeinsam auf das Oktoberfest. Das musste dieses Jahr leider pandemiebedingt ausfallen. Die Maßkrüge waren aber auch auf der Online-Bühne präsent und eine digitale Pretzel Challenge, bei der man mit #shareapretzel in Social Media Gutes für die Münchner Tafel tun konnte, gab es auch. Es kamen Teilnehmer aus 80 Nationen zusammen, wobei die Internationalität durch das digitale Format unterstützt wird. Eric Schmidt, der ehemalige Google Chef, hat sich live aus dem Silicon Valley zugeschaltet und den Europäern empfohlen, sich auf Ihre Stärken zu konzentrieren.

Bei 300 Speakern hat man eine wahrlich große Auswahl, wobei auch namhafte Sportler wie Jan Frodemo, Dirk Nowitzki und Oliver Kahn zu Wort kommen und erklären, wie sich Höchstleistungen erzielen und Niederlagen verarbeiten lassen. Beides sind für Gründer wichtige Kompetenzen. Man konnte auch von Investoren hören, das sie hin und wieder schlecht schlafen, und man feststellte, dass es auch kein so ganz einfaches Geschäft ist. Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitales, hat deutlich gemacht, dass Entrepreneurship schon in den Schulen beginnen muss, und hat auf die hybride Welt nach Corona eingeschworen.

Womit wir bei der Frage wären, was uns die hybride Welt in Zukunft wohl bringen mag. Während dem Lockdown im Frühjahr haben wir gelernt, dass man virtuell auch kommunizieren und arbeiten kann. In der zweiten aktuellen Lockdown-Phase wird es im Sinne eines Remote 2.0 darauf ankommen, die Nutzung dieser Tools auch zu optimieren und zu emotionalisieren, um den zunehmend spürbaren Verlust der sozialen Nähe zumindestens teilweise zu kompensieren. Das fängt an mit dem Einschalten der Kamera und geht weiter mit gezielten Pausen, die für persönlichen Austausch genutzt werden, so dass man auch den Menschen hinter dem zweidimensionalen Bild besser kennenlernt.

Dies lässt sich auch mit weiteren Tools wie Social Media kombinieren, wo sich eine weitere Ebene der persönlichen Kommunikation auftut. Dies wurde bei der bits & pretzels mit dem Hinterlegen der LinkedIn-Adresse umgesetzt, so dass man sich mit anderen Teilnehmer per Mausklick vernetzten konnte. Mit mingle.cloud hat man extra eine eigene Software für die Durchführung des Events geschaffen, um neue Elemente wie das „founders roulette“ anbieten zu können. Eine zunächst schwindelerregende Kontaktbörse, bei der man in Minutenabständen per Zufallsgenerator bilateral mit anderen Teilnehmern zusammengeschaltet wird.

Auf diese Weise wurden in 75.000 Minuten Founders Roulette zehntausende von Kontakten hergestellt. Ein Wert der bei einer Präsenzveranstaltung eine Utopie wäre. Für Start-ups, die Investoren suchen, allerdings eine tolle Gelegenheit, die sich durch das digitale Medium bietet. Das mag jetzt nicht jedermanns Sache sein. Es zeigt aber, was mit entsprechender Kreativität bei den digitalen Medien möglich ist. Zuletzt bleibt die Feststellung, dass die bits & pretzels 2020 mit ihrem erfrischenden virtuellen Format und den vielen inspirierten Menschen ein absolut positives Momentum in schwierigen Zeiten erzeugt … und wir werden für zukünftige Aufgaben ein großes Maß an Inspiration und Unternehmertum brauchen.

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