Freitag, 25.05.2018 11:10 Uhr

Alain Berset und die Außenpolitik

Verantwortlicher Autor: Friedrich S. Lenz Bern, 16.03.2018, 17:59 Uhr
Presse-Ressort von: Friedrich S. Lenz Bericht 5382x gelesen
Alain Berset
Alain Berset  Bild: Archivfoto © Lenz

Bern [ENA] Seit Anfang des Jahres hat Alain Berset das Amt des Bundespräsidenten der Schweiz inne und schon jetzt läuft es richtig gut für ihn. Während es in seiner Funktion als Innenminister nicht ganz so rund läuft, findet seine Außenpolitik viel Zuspruch, die sich auch den Fragen der Zukunft stellt.

2018 werde die Regierung wichtige Diskussionen führen, kündigte Berset an: Es gehe um die Sicherung der Altersrenten, die Beziehungen zu Europa, um Steuergerechtigkeit, um die Gleichstellung von Frau und Mann und um das Klima. Es sei wichtig, aufeinander zuzugehen. "Wer die Minderheiten stärkt, stärkt auch die Schweiz", so lautet das Fazit des Bundespräsidenten in seiner Jahresprognose.

Dabei hat Alain Berset sein Ohr nah an den Menschen, auch bei drängende Fragen zur Zukunft, insbesondere die Frage, wie der technologische Wandel die Arbeit verändert? Wie sieht es aus mit der Sicherheit des Arbeitsplatzes, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, der Gefahr der Altersarmut und einer bezahlbaren medizinischen Versorgung. In der direkten Demokratie sei es möglich, diese Fragen nicht nur zu stellen, sondern auch zu beantworten. "Wir alle können mitbestimmen, wie wir leben wollen."

Es gebe "keinen Grund die Faust im Sack zu machen", so der Vorsteher des Innendepartements (EDI). Die Schweiz lebe von ehrlichen Debatten. Sein außenpolitisches Engagement, das er mit Charme und rhetorischer Brillanz absolviert, wird von allen Seiten anerkannt. Beim WEF in Davos traf Berset den amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Die Olympischen Spiele in Südkorea nutzte er unter anderem für Gespräche über Nordkorea und traf sich dort auch mit Altbundeskanzler Gerhard Schröder.

In Bangladesh besuchte er in Begleitung des Schweizer Fernsehens eines der größten Flüchtlingslager. Am Flughafen wurde er begeistert empfangen, als er aus dem Bundesrats-Jet stieg. «Lang lebe Seine Exzellenz, Herr Alain Berset, Präsident der Schweiz», stand auf riesigen Plakatwänden. Weitere Höhepunkte des Präsidialjahres stehen bevor. Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird Ende April 2018 einen zweitägigen Staatsbesuchs in der Schweiz absolvieren. Nach dem ersten Tag in Bern ist am zweiten Tag eine Visite in Freiburg vorgesehen. Archivfotos © Presse Lenz www.lenz.en-a.ch

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