Freitag, 22.03.2019 03:31 Uhr

Chaos und Strategie – Magie der Macht und Europa

Verantwortlicher Autor: Friedrich S. Lenz Potsdam, 14.03.2019, 18:10 Uhr
Presse-Ressort von: Friedrich S. Lenz Bericht 2039x gelesen
Symbolfoto
Symbolfoto   Bild: Archivfoto Lenz

Potsdam [ENA] Auf der heutigen Pressekonferenz in Potsdam wurde das Programm des Festivals LIT:potsdam für den Monat Mai 2019 vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen die Lektüre der Welt als Archiv im Spannungsfeld von Chaos, Strategie und Macht und die großen Widersprüche und Konfliktlinien der Europäischen Union.

Die künstlerische Leiterin des Festivals, Karin Graf, erläuterte: „Ein Archiv ist und bleibt auch in der digitalen Welt eine Ordnungsmacht. Es erdenkt sich Regeln, sichtet Abweichungen, katalogisiert, tilgt und sammelt. Die Sprache ist das ordnende Element des Archivs. Wie wird sie eingesetzt? Wozu wird sie benutzt? Wem dient sie? Wie geht man mit ihr um? Für Schriftsteller, deren Aufgabe nolens volens das Bewahren ist, sind das elementare Fragen.“ Zu den weiteren Höhepunkten des Festivals gehört das Theaterautorentreffen „Next Stage Europe“, das vitale Einblicke in die Theaterszene Osteuropas gibt: Vier Autorinnen und Autoren aus der Ukraine, Russland, Georgien und Armenien stellen ihre Texte in szenischen Lesungen vor.

Chaos und Strategie – Diskurse der Macht: Gleich zum Festivalauftakt mit den Schriftstellerinnen María Cecilia Barbetta und Nino Haratischwili geht es um die Magie der Macht. Denn beide beschreiben in ihren jüngsten Büchern Welten, Buenos Aires und Tschetschenien, in denen Traumata von Menschen durch politische Umbrüche, Kriege und Revolutionen sichtbar werden. Mit der Ordnung des europäischen Gedankengebäudes, setzt sich zur Festveranstaltung im Park der Villa Jacobs Writer der Autor Robert Menasse auseinander.

In seinem Buch „Die Hauptstadt“ werden die großen Widersprüche und Konfliktlinien der Europäischen Union durchgespielt. Am Festivalsonntag tritt er gemeinsam mit seiner Schwester, der Schriftstellerin Eva Menasse, im Hans Otto Theater auf. Beide lesen aus ihren jüngsten Werken und reden mit Marion Brasch über Nationalismus und Europa, Politik und politisches Engagement, Wahrheit, Anstand und Gewissen, die Schriftstellerei und Familiengeschichten.

Ein Highlight nicht nur für Kinder ist am Festival-Sonntag der Fontane Poetry-Slam mit Julian Heun, mehrfach preisgekrönter Meister seines Fachs, der Fontanes Poetik querbürstet und seinem Sprachrhythmus neuen Ausdruck verleiht, zudem wird Poetry-Slamerin Tanasgol Sabbagh singend und dichtend ihre weibliche Sicht auf Fontanes Werke und Wirken beisteuern. Das Festival LIT:potsdam findet vom 14.-19. Mai 2019 statt.

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