IFA 2025: Von KI bis Strahlenschutz zum Anfassen
Berlin [ENA] Auf der IFA 2025 zeigt sich, wie KI Teil unserer Kultur werden wird – vom digitalen Assistent bis hin zu neuen kulturellen Bühnen. Zugleich macht das BfS klar: elektromagnetische Wellen im Alltag bleiben weit unter Grenzwerten und sind vollkommen gefahrlos.
Die IFA 2025 hat Berlin erneut zum Zentrum der internationalen Technikwelt gemacht. Rund 1.900 Aussteller aus 49 Ländern präsentieren ihre Neuheiten – von Haushaltsgeräten über Unterhaltungselektronik bis hin zu Künstlicher Intelligenz und Robotik. Zehntausende Besucher strömen in die Messehallen, flankiert von einem Kultur- und Entertainmentprogramm im IFA-Sommergarten. Politische Prominenz setzte bei der Eröffnung ein Signal für die enge Verzahnung von Politik, digitaler Infrastruktur und Innovationskraft. Die Messe macht deutlich: Die Stimmung ist optimistisch. Technik wird nicht nur als Werkzeug verstanden, sondern als Teil des gesellschaftlichen Alltags und als Motor wirtschaftlicher Dynamik.
Kulturelle Begleiter, die mehr als Geräte sind
Ein Schwerpunkt der IFA 2025 liegt auf Technologien, die den Sprung vom reinen Nutzobjekt hin zum kulturellen Begleiter schaffen. Künstliche Intelligenz als Kulturbewegung: In einer Podiumsdiskussion diskutierten Branchenvertreter, wie KI das Konsumverhalten, die Markenführung und sogar das kulturelle Selbstverständnis prägt. Ayhan Yuruks Firma ersetzt beispielsweise klassische Foto- und Videoproduktionen durch KI-generierte virtuelle Welten – Inhalte, die mehr sind als Marketingmaterial, sondern Ausdruck neuer ästhetischer Standards. Zugleich wird KI zunehmend als potenzieller „Vertrauter“ gesehen, ein digitaler Assistent, der den Alltag begleitet und Erinnerungen teilt.
Auch andere Bereiche spiegeln diesen Wandel: Der neue Mobility Track zeigt E-Bikes, Elektroautos und autonome Fahrkonzepte, die zusammen mit nachhaltigen Ladelösungen Mobilität als Teil einer Lebensweise inszenieren. Auf der Bühne von IFA Next stellten Unternehmen wie Neura Robotics oder Realbotix Innovationen vor, die die Interaktion mit Maschinen emotionaler machen – vom Roboterhund bis zum KI-basierten Einkaufsberater. Technik wird damit nicht mehr nur über Funktionen definiert, sondern über Identifikation, Vertrauen und kulturelle Wirkung.
Strahlenschutz und Aufklärung: Wissenschaft zum Anfassen
Parallel zu den Hightech-Neuheiten bleibt das Thema Strahlenschutz zentral. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nutzt neue Formate, um Sorgen in der Bevölkerung sachlich zu adressieren: Das BfS setzt dabei auf zwei Ansätze: Die mobile Ausstellung „Entdeckungstour Strahlenschutz“ macht mit interaktiven Exponaten, 3D-Modellen und Live-Messungen elektromagnetische Felder sichtbar – von 5G bis zum Induktionsherd. Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürgern verständliche Fakten an die Hand zu geben und Kommunen bei transparenter Kommunikation zu unterstützen. Ergänzend können Interessierte beim BfS tragbare Exposimeter ausleihen, um die tatsächliche Belastung im Alltag selbst zu messen.
Die Ergebnisse liegen regelmäßig deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten. Das schafft Vertrauen und zeigt, dass Ängste oft auf Fehleinschätzungen beruhen. Gerade die Angst vor Mobilfunkantennen muss abgebaut werden, denn nur so lässt sich das große Ziel einer flächendeckenden digitalen Infrastruktur erreichen. Die Kommunikationsstrategie des BfS ist klar: Wissenschaft erlebbar machen, Sorgen ernst nehmen, Dialog suchen. So wird Strahlenschutz zu einem Teil der gesellschaftlichen Auseinandersetzung über Digitalisierung und Infrastruktur.
Die IFA 2025 zeigt mehr als Produktneuheiten. Sie offenbart, dass Technologie zunehmend Alltagskultur prägt – von KI als digitalem Begleiter über nachhaltige Mobilität bis hin zur öffentlichen Debatte über Strahlenschutz. Berlin inszeniert sich damit als Treffpunkt von Innovation, Kultur und Aufklärung. Während Start-ups und Weltkonzerne ihre Visionen präsentieren, sorgt das BfS für das notwendige Fundament: Vertrauen in Wissenschaft und Sicherheit. Die Botschaft der IFA 2025: Technik ist kein Fremdkörper mehr – sie wird Teil unseres Selbstverständnisses, unserer Kultur und unserer Zukunft.




















































