Donnerstag, 14.05.2026 15:23 Uhr

Gedanken zur "Geschichte der Religionen" in Österreich

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 14.05.2026, 13:26 Uhr
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Wien [ENA] Anna Ehrlich hat in ihrem Buch "Heiden, Christen, Juden und Muslime- eine Geschichte der Religionen in Österreich" nur sehr kurz im Kapitel "Heiden" die fast vergessene Zeit der steinzeitlichen Besiedelung erwähnt, in der sich bei den Frühmenschen aber schon ein Bedürfnis nach kultischem Ausdruck in Grabbeigaben und Idolen zeigte, sodass man bereits in der Altsteinzeit über ein Leben nach dem Tode nachdachte.

Wenn man bedenkt, dass die Steinzeit über zwei Millionen Jahre dauerte, dann ist das eine ungeheure lange Zeit, in der sich der Bruch vom Primaten zum Menschen vollzog und sich im Bewusstsein als der verzweifelte Versuch manifestierte, das "Paradies" nicht zu vergessen, jene Zeit in der Körper und Geist als Tier noch eins waren. Deshalb ist es vielleicht auch verständlich, dass frühes kultisches Erinnern oft der Frau und Mutter gegolten hat, die als Große Mutter zur Göttin überhöht wurde um der sexuellen Verdrängung, so essentiell für die Menschwerdung, ein Anschauungsobjekt zu geben. Drei keltische Göttinnen sind später überliefert als die drei Madln Katharina, Margaretha und Barbara mit ihren Symbolen Rad, Lindwurm und Turm.

Sie zeigen auch, dass sich der menschliche Geist schon aus seiner körperlich-tierischen Verbundenheit gelöst hat und das Mysterium des Lebens in luftigen Höhen sucht, in denen sich die Wiedergeburt mit der Milch der Urmutter und dem heiligen Quellwasser als geistiges Erlebnis ereignet. Gleichzeitig tendierten männliche Priester, die keltischen Druiden dazu, den unerträglichen Trennungsschmerz, diesen Bruch von Geist und Körper, teilweise durch Grausamkeit zu betäuben, sodass es schon zahlreiche Menschenopfer im Norikum gab. Aus dieser Entwicklung entstanden ganz neue Götter, wie der Kriegsgott Belenus, der glänzende Gott des Lichts, der bald statt der Großen Mutter als Stammvater verehrt wurde und damit den Bruch ziemlich endgültig machte.

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