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Deutsches Weinlesefest 2025 im Zeichen des Umbruchs

Verantwortlicher Autor: Friedrich S. Lenz Neustadt/Weinstraße, 21.09.2025, 16:00 Uhr
Presse-Ressort von: Friedrich S. Lenz Bericht 5005x gelesen
Weinlese 2025
Weinlese 2025  Bild: Foto © Lenz

Neustadt/Weinstraße [ENA] Das Deutsche Weinlesefest steigt in der historischen Innenstadt von Neustadt an der Weinstraße vom 26. September bis zum 13. Oktober 2025. Geboten wird auch in diesem Jahr wieder ein umfangreiches Programm an allen Festtagen mit vielen Überraschungen.

Als Höhepunkt der Pfälzer Weinfestsaison lockt das Deutsche Weinlesefest viele Weinliebhaber mit regionalen Spezialitäten, Live-Musik und dem größten Winzerfestumzug Deutschlands. Am Sonntag dem 12. Oktober. 2025 zieht am Nachmittag der Festumzug mit mehr als 100 Festwagen und Musikgruppen durch die Innenstadt. Die Stadt Neustadt an der Weinstraße feiert gleichzeitig in diesem Jahr ihr großes Stadtjubiläum „750 Jahre Verleihung der Stadtrechte“.

Die Stadtrechte wurden der Stadt am 06. April 1275 von König Rudolf von Habsburg verliehen. Ein besonderes Ereignis für Neustadt, die Region und deren Entwicklung zur heutigen Wein- und Demokratiestadt mit dem allseits bekannten Hambacher Schloss. Im gesamten Jubiläumsjahr finden verschiedene Veranstaltungen statt, die die Geschichte und die Vielfalt der Stadt und ihrer Weindörfer widerspiegeln. Dennoch ist die Festlaune getrübt, denn für viele Winzerfamilien ist es eine sehr schwierige Zeit, da die deutlich gestiegenen Kosten für Energie, Dünger und Arbeit eine enorme Belastung sind. Und trotz eines qualitativ starken Jahrgangs 2025 können höhere Produktionskosten kaum noch auf die Verkaufspreise umgelegt werden.

Hinzu kommen viele zusätzliche Faktoren wie die Weinbaupolitik, die Versäumnisse im Weinbau und bei der Werbung etc. mit den gravierenden Auswirkungen auf die schon schwierigen Marktverhältnisse. Ganz besonders erschwerend wirkt sich aus, dass die heimische Nachfrage nach deutschem Wein stagniert, während Weine aus Spanien, Italien und Frankreich im Supermarktregal stark preislich konkurrieren. US-Zölle auf deutschen Wein lassen zudem einen wichtigen Exportmarkt wegfallen. In der Folge sinkt der Fassweinpreis stetig, und viele Kellereien nehmen nicht mehr alle Trauben an. Es sind nicht wenige Winzerbetriebe, die durch die hohen Kosten und geringere Erlöse inzwischen so stark belastet sind, dass sie das alles nicht mehr verkraften können

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