Schamlos verteufelter „Siedler“ spricht Klartext
IL - Zofim (Samaria) [ENA] Hunderttausende israelische Juden, die in den weltweit abfällig als Westbank oder Westjordanland bezeichneten Regionen von Judäa & Samaria wohnen, werden gänzlich ungerechtfertigt als völkerrechtswidrige Subjekte hingestellt. Aufgrund jahrzehntelanger medialer Aufwiegelung scheinen die Meinungen gemacht. Höchste Eisenbahn also, im Direktgespräch mit einem betroffenen Siedler eine andere Perspektive kennenzulernen.
Yona Shay, Vizedirektor einer im westlichen Samaria befindlichen Organisation, die über die Sicherheit von Bauerngehöften und Weideland wacht, lässt sich nicht nur in die Karten blicken, sondern bekennt sich ohne Wenn und Aber zu seinen Wurzeln. Das Grundrecht des jüdischen Volkes, in angestammtem, göttlich verheissenem Land unbehelligt zu wohnen und zu gedeihen, sei unveräusserlich. Druckversuche aus dem In- und Ausland, sich gefälligst kollektiv zu verflüchtigen, würden abprallen und dem gegenwärtigen Aufschwung der jüdischen Siedlerbewegung keinerlei Abbruch tun.
Shay gehört zu jenen schwungvoll und im Kontrast zu so manchen jüdischen Repräsentanten im Ausland stehenden politischen Aktivisten, die der inneren Stimme folgen und ohne Umschweife auf Umsetzung ihrer wohlbegründeten Träume, die keine Schäume sein sollten, pochen. Aus Shays Mund kommen keinerlei Entschuldigungen jener Gattung unterwürfiger Typen, die zunächst vor dem Zeitgeist einen Kotau vollführen, um schliesslich die selbsternannten antiisraelischen Moralisten zu besänftigen.
Der 38-jährige Familienvater Shay, der alljährlich auch als Referent in Deutschland auftritt – jüdische Gemeinden, die ihn einladen, bezeichnet er gar als „mutig“ – geriert sich partout nicht als „fortschrittlich“ gesinnter Jude, um der kritischen Umwelt zu gefallen und dann zu beteuern, er stünde im Grunde genommen (auch) auf der richtigen Seite der Geschichte. Er ist aus gänzlich anderem Holz geschnitzt.
Wenn er Gott erwähnt, dann im Sinne eines „Partners“, der einen Auftrag ans jüdische Volk erteilt hat, den aus geschichtlichem Vermächtnis heraus zu erfüllen man nachgerade genötigt sei. In den in den internationalen Medien nach wie vor ungehemmt als „Westbank“ oder „Westjordanland“ bezeichneten „Palästinenser“-Gebieten, die man mit dieser Bezeichnung als „völkerrechtswidrig“ klassifiziert, siedeln übrigens nicht bloss nationalreligiös motivierte Juden, sondern ebenso viele Israelis, die aus rein wirtschaftlichen Gründen ihren Lebensmittelpunkt jenseits der ehemaligen Waffenstillstandslinie von 1948 bis 1967 – gemeinläufig „Grüne Linie“ genannt – eingenommen haben.
Im weiteren Einzugsbereich der Hauptstadt Jerusalem mit ihrer über einer Million Einwohner wurden unterdessen, um der notorischen Wohnungsnot Herr zu werden, grössere Städte namens Modi’in Illit und Bejtar Illit aus dem Boden gestampft. Deren Bevölkerung ist vom religiösen Lebenswandel her primär ultraorthodox, jedoch alles andere als zionistisch gesinnt. Zudem wohnen zahlreiche Staatsbürger, die eigentlich säkular orientiert sind, ebenfalls in aufstrebenden Siedlungsgürteln landauf landab, u.a. in der Universitätsstadt Ariel.
Mehr und mehr aber werden die früher verschmähten, heute in den meisten Medien nach wie vor verteufelten Siedler, die sich in Judäa und Samaria mittlerweile in annähernd 200 Ortschaften und Aussenposten niedergelassen haben, auch als Wirtschaftsmotor wahrgenommen. In ihren industriellen und Agrarbetrieben erwirtschaften sie innovative Güter, die teilweise auch im Ausland gefragt sind.
Momentan versuchen einige EU-Länder, unter ihnen zumeist solche, die einen fiktiven Palästinenserstaat anerkannt haben, mit Boykotten auf politischer Ebene dagegenzuhalten. Dass damit auch arabische Arbeitnehmer an die Kandare genommen und massiv benachteiligt würden, wird verkannt. Doch dieser Versuch ist zum Scheitern verurteilt, verschwimmen doch aufgrund der zunehmenden territorialen Verzahnungen die durch Krieg und politische Willkür aufoktroyierten alten Scheidegrenzen.
Seit den Hamas-Massakern am 7. Oktober 2023 in den Städten und Kibbuzim im Umfeld des Gazastreifens ist ohnehin der nationale Konsensus gewachsen, wonach die jüdische Souveränität unvermeidlich erstritten und aufrecht erhalten werden müsse – wider alle „antikolonialen“ Denkschemata, die ausgerechnet den eingeborenen Juden ihr Recht auf ihre ursprüngliche und heutige Heimat verweigern wollen.




















































