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Fahr mal hin! Markgräflerland und Kaiserstuhl

Verantwortlicher Autor: Rainer Welker Ramstein/Neuenburg, 19.05.2023, 09:37 Uhr
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Blick in Richtung Burgunder Pforte
Blick in Richtung Burgunder Pforte  Bild: Rainer Welker

Ramstein/Neuenburg [ENA] Fahr mal hin! Eine Wein- und Kulturreise ins Markgräflerland und an den Kaiserstuhl, zwei von sieben badischen Weinanbaugebieten. Durchgeführt von der Weinrunde Pfälzer Musikantenland in der Weinbruderschaft der Pfalz unter Leitung und Organisation von Gerd Schmidt-Zöllner und Rainer Welker.

Die Grenzen des Markgräfler Landes sind eher kulturhistorisch definiert. Eine exakte Grenze gibt es nicht. Es beginnt südlich von Freiburg und reicht bis zur Schweizer Grenze bei Basel. In Ost-West-Richtung erstreckt es sich vom Rand des Schwarzwaldes bis zum Rhein. Die Geburtsstunde des Markgräfler Landes begann am 8. September 1444. Die badischen Markgrafen verhalfen der Region im 15. Jahrhundert zu ihrem Namen. Damals entschlossen sich die herrschenden Adelsgeschlechter der Zähringer und die Herren von Rötteln und Sausenburg zu einem Zusammenschluss der Herrschaftsgebiete Badenweiler, Rötteln und Sausenberg. So entstand 1444 das Markgräflerland.

Mit dem Bus über die A5 führte die Fahrt nach Neuenburg am Rhein. Das Hotel Krone, ein klassisches Landhotel in gediegener Ausstattung mit eigener Küche, war als Ausgangspunkt auserkoren. Es liegt zentral zwischen Freiburg und Basel. Zunächst galt es, einen Gast der 1. Markgräfler Weinbruderschaft im Bus aufzunehmen. Die Kontaktaufnahme mit der Markgräfler Weinbruderschaft erwies sich als Glücksfall. Der Weinbruder Armin Sütterlin, seines Zeichens Kellermeister der Bruderschaft, geleitete uns zu unserem ersten Aussichtspunkt oberhalb von Auggen, dem Weinbergshäuschen Auggener Hach, mitten im Rebenmeer.

Mit einem 12-m-Bus über schmale Weinbergsstraßen, die eigentlich für kleine Schlepper gebaut wurden, zu fahren, war eine echte Herausforderung mit oft langen Rückwärtsfahrten, wenn es nach vorne nicht mehr weiterging. Der Blick über die Rheinebene war dafür umso berauschender. Bei einem Glas Chasslie, einem Gutedel, der 5 Monate auf der Hefe reifen darf, genossen wir die Aussicht. Der Oberheingraben in Richtung Frankreich zeigt schön den Auslauf der Vogesen hin zur burgundischen Pforte.

Weinbergshäuschen
Winzergenossenschaft Auggener Schäf

Die 30 km lange und nur 400 m hohe Verbindung zwischen Vogesen und Jura, umgangssprachlich Burgunder Loch genannt, ist das Einfallstor für die mediterrane Luft aus dem Rhonetal und verantwortlich für die milden klimatischen Bedingungen im Markgräflerland. 5 km weiter in Schliengen wartet im Weingut Blankenhorn eine Weinprobe mit ausgewählten Markgräfler Weinen auf uns. Das Weingut Blankenhorn, seit 1987 Mitglied im VDP, dessen Geschichte bis ins Jahr 1624 zurückreicht, wurde in den letzten Jahren aufwändig renoviert. Altes Gemäuer wurde freigelegt und mit Glas und Stahl ergänzt – eine Augenweide.

Zunächst als Pferdewechselstation für den Kutschenfernverkehr, dann als Poststation und Gasthaus "Zum Baselstab" war das Haus von Josef Walz für seine Küche berühmt. 1847 erwarb Friedrich Blankenhorn das Haus. Die Familie von Fritz Blankenhorn führte das Weingut über fünf Generationen. Als Roy Blankenhorn unter ihren Töchtern keine Nachfolgerin fand, übergab sie es 2014 an Yvonne und Martin Männer.

Die Weinprobe wurde in wirklich unnachahmlicher Weise von Armin und seiner Mitstreiterin Franziska moderiert. Zwei absolute Weinexperten, die auf wunderbare Weise Weinbautheorie mit Praxis und Wein mit Geschmack und Aromen verbanden. Die Weinprobe war zunächst geprägt vom Hauptwein des Markgräflerlandes, dem Gutedel, der 1/3 der Anbaufläche belegt. Ein Gutedel-Sekt extra brut in Flaschengärung, gefolgt vom "Grünen Markgräfler", Roten Gutedel, Chasselas und einem Gutedel "edelsüß" bildeten den ersten Block und perfekten Einstand. 3 PIWI Reben, Helios, Johanniter und Cabernet Blanc, gaben einen interessanten und aufschlussreichen Einblick in dieses Gebiet der Rebenzüchtungen. Die weißen Klassiker Auxerrois, Chardonnay und Weißburgunder

rundeten das "Weiße" Geschmackserlebnis würdevoll ab. Ein Pinot Noir vom gastgebenden Weingut und ein Cabernet Franc bildeten den krönenden Abschluss eines Spätnachmittags, der gespickt mit Wissen, Information und Geschmack seinesgleichen sucht. Danke Armin, danke Franziska. Am 2. Tag ging die Reise in Richtung Norden, den Schwarzwald zur Rechten, durch malerische Winzerorte über Badenweiler, eine alte Kurstadt, zunächst um den Tuniberg, in Richtung Burkheim am Kaiserstuhl. In den Weinbergen konnten wir häufig Rebzeilen mit Minimalschnitt finden. Ein Rebenschnitt der in der Pfalz recht selten zu finden ist. Beim Minimalschnitt werden keine Ruten mehr gebunden. Die Reben werden einfach maschinell rechts und links geschnitten.

Stehen bleiben dadurch nach oben zeigenden Ruten und Triebe. Nach Ansicht unseres Experten reduziert dies nicht nur die Arbeitszeit fürs Ruten binden 90 auf 6 Std./ha sondern, und das ist wahrscheinlich wichtiger, die Rebstöcke sind weniger anfällig gegen Esca. Eine Pilzerkrankung die Weltweit zunimmt und noch nicht behandelbar ist. Ein Zwischenstopp auf dem Texaspass im südlichen Teil des Kaiserstuhls zeigte den Oberrheingraben in seiner ganzen Ausprägung.

Dieser Grabenbruch entstand durch eine Anomalie in der Erdkruste vor 40-60 Millionen Jahren. Die Erde hob sich auf einer Länge von 300 km (Basel bis Frankfurt) und 30-40 km Breite an. Die Erhebung viel in sich zusammen und bildete einen Graben. Damals hatte dieser eine Tiefe von 4000 m. Zur Rechten lag der heutige Schwarzwald, zur Linken die Vogesen. Vom heutigen Rhein war noch keine Spur, dieser ist erst 2-3 Millionen Jahre alt. Der Kaiserstuhl ist vulkanischen Ursprungs und begann vor 20 Millionen Jahren zu brodeln. Viele gut sichtbare vulkanische Lavaschichten, unterbrochen von Gesteinsauswürfen und Lössböden, geben dem Kaiserstuhl eine eigene Prägung.

Vor 16 Millionen Jahren erlosch der Kaiserstuhl und bildete gleichzeitig den Abschluss vulkanischer Tätigkeiten im Oberrheingraben. Den Namen hat er wahrscheinlich von König Otto III, der 994 dort einen Gerichtstag abhielt. Zunächst als Königsstuhl bezeichnet, wurde er später nach Ottos Krönung zum Kaiser als Kaiserstuhl benannt. Unser Ziel, Burkheim am Kaiserstuhl, ist ein malerischer Ort inmitten der Weinberge des Kaiserstuhls und gehört zur Stadt Vogtsburg im Breisgau. Die Geschichte des Ortes reicht zurück bis ins Mittelalter, was sich in vielen historischen Gebäuden und den engen Gassen widerspiegelt.

Besonders sehenswert ist die Burgruine Burkheim, die hoch über dem Ort thront und eine beeindruckende Aussicht auf die Umgebung bietet. Die Ruine stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist ein wichtiger Teil der Geschichte des Ortes. Ein weiteres Highlight in Vogtsburg-Burkheim ist das Weinbaumuseum, das sich mit der Geschichte des Weinbaus in der Region beschäftigt. Hier können Besucher mehr über die Weinproduktion und die verschiedenen Rebsorten erfahren und selbstverständlich auch eine Weinprobe genießen.

Auch kulinarisch hat Vogtsburg-Burkheim einiges zu bieten. Die Restaurants und Weinstuben bieten regionale Spezialitäten und ausgezeichnete Weine aus der Umgebung an. Die Wein- und Vesperstube "Alte Schmiede" bot uns unter einer riesigen amerikanischen Linde ausreichend Schatten für eine ausgiebige Vesper. Für Aktivurlauber gibt es in Vogtsburg-Burkheim viele Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren durch die idyllischen Weinberge des Kaiserstuhls. Insgesamt ist Vogtsburg-Burkheim ein wunderschöner Ort, der sich perfekt für eine Entdeckungstour durch den Kaiserstuhl und die Weinregion eignet. Hier kommen Geschichtsinteressierte, Weinkenner und Aktivurlauber gleichermaßen auf ihre Kosten.

Altar der Kirche St. Pankratius in Burkheim
Burgruine Burkheim
origineller Kellereingang

Ein bedeutendes Bauwerk in Breisach ist der St. Stephansmünster. Der gotische Dom wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Münster schwer beschädigt und in den 1950er Jahren wiederaufgebaut. Ein weiteres wichtiges Gebäude in Breisach ist das Rathaus, das im 16. Jahrhundert im Renaissance-Stil erbaut wurde. Das Rathaus beherbergt heute das Stadtarchiv und ist ein beliebtes Ziel für Besucher. Breisach hat rund 15.000 Einwohner und eine lange Geschichte und reiche Kultur, die bis heute gepflegt wird. Die Stadt ist ein beliebtes Reiseziel für Touristen, die die historischen Sehenswürdigkeiten und die schöne Landschaft am Rhein genießen möchten.

Die Rückfahrt führte uns über Breisach, das direkt am Rhein liegt. Die Stadt hat eine lange und reiche Geschichte, die bis in die römische Zeit zurückreicht. Breisach wurde erstmals im 4. Jahrhundert als Castrum bei den Römern erwähnt. Im Mittelalter war die Stadt ein wichtiger Handels- und Verkehrsknotenpunkt. Sie gehörte zeitweise zur Grafschaft Habsburg und später zum Herzogtum Österreich. Im Jahr 1675 wurde Breisach von den Franzosen erobert und blieb unter ihrer Kontrolle bis zum Ende des 18. Jahrhunderts.

Am dritten Tag fuhren wir hinter die nördliche Grenze des Markgräflerlandes nach Freiburg. Freiburg im Breisgau ist die viertgrößte Stadt in Baden-Württemberg und hat eine Bevölkerung von rund 230.000 Einwohnern. Die Stadt hat eine lange und reiche Geschichte, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Im Mittelalter war Freiburg eine wichtige Handelsstadt und Mitglied des Schwäbischen Städtebunds. Die Stadt war ein wichtiger Ort für den Handel mit Textilien und Wein und wurde während des Dreißigjährigen Krieges stark zerstört. Heute ist Freiburg eine moderne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten.

Eine Besonderheit sind die Kanäle, die auf einer Länge von 10 km durch die Altstadt fließen. Diese werden auch "Bächle" genannt und sind eine besondere Attraktion für Touristen. Die Bächle wurden bereits im Mittelalter angelegt, um die Stadt mit Wasser zu versorgen und Brände zu verhindern. Noch heute gibt es in Freiburg den Beruf des "Bächleputzers", der wohl in Deutschland einmalig ist. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Freiburg ist das Freiburger Münster. Die gotische Kathedrale wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Aussicht vom Münsterturm auf die Stadt und die Umgebung ist beeindruckend.

Der Fischbrunnen
Bächle
Erhaltenes Eingangstor

Eine weitere beliebte Attraktion in Freiburg ist der Schlossberg. Der Berg bietet einen Panoramablick auf die Stadt und die Umgebung und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Einheimische. Die Stadt ist bekannt für ihre grüne Umgebung, ihre historischen Sehenswürdigkeiten und ihre Lebensqualität. Die Universität Freiburg ist eine der ältesten und renommiertesten Universitäten in Deutschland und zieht viele internationale Studenten an. Freiburg ist eine wichtige Stadt für die Wissenschaft und die Forschung, insbesondere im Bereich der erneuerbaren Energien. Eine der wichtigsten Maßnahmen, die Freiburg ergriffen hat, ist die Förderung von Solarenergie.

Bereits in den 1990er Jahren begann die Stadt, Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden und Privathäusern zu installieren. Heute hat Freiburg eine der höchsten Dichten an Solaranlagen in Deutschland und ist bekannt als "Solarstadt". Weiter geht die Reise nach Staufen. Die Fauststadt liegt, eingebettet in die Weinberge des Markgräflerlandes, am Fuß des Schwarzwalds am Ausgang des Münstertals.

Nördlich des Talausgangs dominiert der kegelförmig herausragende Schlossberg. Auf ihm thront das Wahrzeichen der Stadt, die Burgruine Staufen. Hier bietet sich ein atemberaubender Blick auf das Umland. Der gesamte mittelalterliche Altstadtkern ist ein denkmalgeschütztes und äußerst sehenswertes Ensemble. Durch dessen verwinkelte Gassen wandelte einst auch der Alchemist und Magier Dr. Faustus, der hier von Mephistopheles geholt wurde. Bereits im Jahre 770 wurde Staufen das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Ort erhielt seinen Namen von dem weithin sichtbaren Bergkegel, der wie viele Berge gleicher Form im Althochdeutschen "Stauf" genannt wurde.

Die Herren von Staufen (nicht zu verwechseln mit dem Geschlecht der Staufer) erhielten früh Zugriff auf den uralten Silberbergbau im Münstertal, der ihnen bedeutenden Reichtum verschaffte. Ende des 12. Jahrhunderts stiftete die Familie ein Silberkreuz in das Kloster St. Trudpert im Münstertal, das zu den bedeutendsten Zeugnissen der Kunst der Zähringerzeit zählt. Allerdings ging der Silberbergbau um das Jahr 1300 stark zurück, vermutlich, weil die einfach zu erschließenden Silberadern ausgebeutet waren. Die Herren von Staufen gerieten in eine schwere wirtschaftliche Krise. Zur wirtschaftlichen Belebung ihres Herrschaftsgebiets erhoben sie das Dorf Staufen zu Beginn des 14. Jahrhunderts zur Stadt.

Staufener Impressionen
Faust und sein Unheil
Hauptstr. Staufen

Nach dem Zweiten Weltkrieg hat sich Staufen zum kulturellen Mittelpunkt der Region herausgebildet. Dazu zählten etwa der Aufbau des Faust-Gymnasiums, die zeitweise Ansiedlung eines Goethe-Instituts, die Gründung der "Staufener Musikwoche" 1949 als eines der ersten Musikfestivals überhaupt in Deutschland, das jährliche „Markgräfler Weinfest“, die Gründung der „Kulturwoche“ und vieles mehr. Als Wohnsitz von Literaten und Künstlern wie Peter Huchel, Erhart Kästner, Kurt Lehmann, Hoimar von Ditfurth, Eberhard Busch oder Thommie Bayer erhielt die Stadt ein markantes Profil. Staufen ist heute eine faszinierende Stadt mit einer reichen Geschichte und Kultur.

Überregional ist sicher auch die Brennerei Schladerer bekannt. Es handelt sich um ein traditionsreiches Familienunternehmen aus dem 17. Jahrhundert. Im Jahr 2011 stellte das Familienunternehmen etwa zwei Millionen Flaschen Edelobstbrände im gehobenen Preissegment her. Damit beläuft sich ihr Marktanteil bei Obstbränden auf 8%. Die Brennerei beliefert sowohl die Gastronomie als auch den Einzel- und Großhandel in über 40 Ländern. Das Unternehmen fördert den ökologischen Anbau, nachhaltige Produktion und bezieht soweit möglich Obst aus regionalem Anbau.

Nur wenige Meter entfernt liegt der Ort Grunern, auf dessen Höhenzug sich die „Probst Strauße“ befindet. Eine Straußwirtschaft ist ein von Winzern und Weinbauern saisonal oder tageweise geöffneter Gastbetrieb, in dem die Erzeuger zu bestimmten Zeiten ihren selbsterzeugten Wein direkt vermarkten. In Straußwirtschaften werden oft auch kleinere zum Wein passende Tellergerichte gereicht. Als historisches Vorbild für die Straußwirtschaft wird meist der Erlass Capitulare de villis vel curtis imperii Karls des Großen aus dem Jahr 812 zitiert. Angeblich wurde den Winzern darin erlaubt, Kranzwirtschaften zu betreiben, die durch einen ausgehängten Kranz aus Reben oder Efeu kenntlich gemacht wurden.

Am vierten Tag geht es ins schweizerische Basel. Hier verlassen wir das Markgräflerland in südlicher Richtung. Basel ist eine Stadt im Nordwesten der Schweiz und hat eine reiche Geschichte und Kultur. Die Stadt liegt am Rhein und ist sowohl für ihre historischen Gebäude als auch für ihre moderne Architektur bekannt. Die Geschichte von Basel geht bis ins Römische Reich zurück, als die Stadt ein wichtiger Handelsposten war. Im Mittelalter wurde Basel zu einem wichtigen Zentrum des Handels und der Kultur und war Teil des Heiligen Römischen Reiches.

Basel hat eine Vielzahl von historischen Bauwerken, darunter das Basler Münster, das im 12. Jahrhundert erbaut wurde und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt ist. Die Stadt hat auch viele Renaissance- und Barockbauten, darunter das Basler Rathaus, das im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Wichtige Persönlichkeiten, die mit Basel in Verbindung stehen, sind unter anderem der Humanist Erasmus von Rotterdam und der Künstler Hans Holbein der Jüngere. Die Stadt hat auch eine lange Tradition in der Druckkunst und ist bekannt für die Basler Fasnacht, ein Volksfest, das jedes Jahr im Februar stattfindet und als eines der größten in der Schweiz gilt.

Besondere Museen in Basel sind das Kunstmuseum Basel, das eine der größten Kunstsammlungen in der Schweiz besitzt, sowie das Museum Tinguely, das dem Werk des Künstlers Jean Tinguely gewidmet ist. Ein weiteres bekanntes Museum in Basel ist das Museum der Kulturen, das eine umfangreiche Sammlung von ethnografischen Artefakten aus der ganzen Welt beherbergt. Basel hat auch viele Brunnen, die im Sommer oft als Treffpunkt dienen. Der bekannteste Brunnen ist der Tinguely-Brunnen, der im Jahr 1977 errichtet wurde und als eines der Wahrzeichen der Stadt gilt.

Tinguely Brunnen
Rathaus

Ein Besuch bei den Haltinger Winzern in Haltingen. Baden ist geprägt von vielen Winzergenossenschaften. Ganz oben stehen die Oberkircher Winzer, die es auf eine gemeinsame Anbaufläche von 485 ha bringen. Eher am anderen Ende der Skala rangieren die Haltinger Winzer mit 54 ha. Was ihnen an Anbaufläche fehlt, machen sie mit absoluter Top-Qualität wett. Seit 10 Jahren wird die Genossenschaft vom gebürtigen Pfälzer Michael Heintz geleitet und bringt herausragende Weine hervor, besonders im Bereich Weiße Burgunder, Spätburgunder, Merlot und Syrah. Ein Weinhandel mit internationalen Weinen rundet das Portfolio perfekt ab.

Bleibt am Ende nur noch der Tag 5 und die Heimreise. Geleitet von Robert Renno geht es durch die wechselvolle Geschichte von Weißenburg im Elsass. Weißenburg im Elsass ist eine Stadt im französischen Département Bas-Rhin. Die Geschichte der Stadt geht bis in die Römerzeit zurück, als sie unter dem Namen "Basilica" gegründet wurde. Später wurde sie Teil des Heiligen Römischen Reiches und war eine wichtige Handelsstadt. Im Laufe der Jahrhunderte wurde Weißenburg immer wieder von Konflikten und Kriegen heimgesucht. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt von schwedischen Truppen besetzt und später von französischen Truppen erobert.

Im 19. Jahrhundert wurde Weißenburg Teil des französischen Staates und blieb es bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine berühmte Persönlichkeit, die in Weißenburg geboren wurde, ist der Maler Gustave Doré. Er ist bekannt für seine Illustrationen von klassischen Werken wie der Göttlichen Komödie von Dante und Don Quijote von Miguel de Cervantes. Als Stanislaus I. Leszczyński nach dem Verlust des polnischen Throns ins Exil gehen musste, lebte er zeitweise in Weißenburg. Er residierte im Schloss des Grafen von Hanau-Lichtenberg, das heute als "Le château des Rohan" bekannt ist.

Im 19. Jahrhundert wurde Weißenburg Teil des französischen Staates und blieb es bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine berühmte Persönlichkeit, die in Weißenburg geboren wurde, ist der Maler Gustave Doré. Er ist bekannt für seine Illustrationen von klassischen Werken wie der Göttlichen Komödie von Dante und Don Quijote von Miguel de Cervantes. Als Stanislaus I. Leszczyński nach dem Verlust des polnischen Throns ins Exil gehen musste, lebte er zeitweise in Weißenburg. Er residierte im Schloss des Grafen von Hanau-Lichtenberg, das heute als "Le château des Rohan" bekannt ist.

Während seines Aufenthalts in Weißenburg im Jahr 1738, erhielt Stanislaus I. Leszczyński Besuch von dem bekannten französischen Philosophen und Schriftsteller Voltaire. Die beiden Männer teilten eine Freundschaft und einen gemeinsamen Respekt für die Wissenschaften und die Freiheit des Denkens. Ein Ereignis, das in der Geschichte von Weißenburg eine bedeutende Rolle spielte, war der große Brand im Jahr 1870. Während des Deutsch-Französischen Krieges wurde die Stadt von deutschen Truppen besetzt und im Januar 1871 kam es zu einem verheerenden Brand, bei dem große Teile der Stadt zerstört wurden.

Der Brand wird heute oft als Symbol für die Grausamkeiten des Krieges angesehen. Beim Wiederaufbau wurden fast nur noch Steinhäuser gebaut. Fachwerk, die damals übliche Bauweise ist in Weißenburg nur noch sehr selten zu finden. Heute ist Weißenburg im Elsass eine beliebte Touristenstadt mit einer reichen Geschichte und vielen kulturellen Sehenswürdigkeiten. Besucher können die Überreste der römischen Stadtmauern und das imposante Tor Porte de Wissembourg besichtigen, das im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Die Stadt hat auch eine lebendige Kunstszene und ist bekannt für ihre traditionellen Feste und Märkte. Als Fazit der Reise bleibt nur noch zu sagen: Fahr mal hin, es lohnt sich.

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