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Ein neuer Generalsekretär für die Ärztekammer Wien

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien , 04.06.2023, 10:12 Uhr
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Wien [ENA] Im Mai 23 hat der neue Generalsekretär der Ärztekammer Wien Dr. Thomas Holzgruber bei der Pressekonferenz "Mögliche Wege aus der Krise" mit durchaus scharfen Worten das öffentliche Gesundheitswesen kritisiert, das angeblich an "allen Ecken und Enden krankgespart wird". Dass der neue Generalsekretär oft drastische Worte wählt hat auch damit zu tun, dass er die Interessen der ÄK gegenüber der Politik durchzusetzen hat.

Dabei verbreitet er durchaus auch eine gewisse Panikstimmung, wenn er sagt, "das Gesundheitssystem ist gerade dabei zu kollabieren". Natürlich hat er auch einige Reformvorschläge parat, die sogenannten acht Themen für eine Gesundheitsreform. Neben der Bereitstellung von mehr öffentlichen Geld für Spitäler oder die Sozialversicherung sind ihm auch attraktivere Arbeitsbedingungen für die Ärzteschaft und andere Gesundheitberufe ein Anliegen. Aufhorchen ließ ja die ÄK mit der Forderung für eine Rückkehr-und Bleibeprämie von 24.000 Euro für Spitalsangestellte, den sogenannten "Held*innen der Pandemie". Diese Maßnahme könnte der Personalnot entgegenwirken, meint er. Ausserdem möchte Holzgruber mehr Kassenverträge für neue Sonderfächer.

Dazu gehören zum Beispiel Onkologie, Rheumatologie oder Nuklearmedizin. Auch die Motivation von Wahlärzt*innen durch Anreize in das öffentliche Gesundheitswesen zu wechseln, unterstützt er, warnt aber vor Zwangsmaßnahmen. Eigenartigerweise kommen viele diese Forderungen gerade nach der Corona Pandemie, die teilweise von eklatanten Fehleinschätzungen bezüglich der Maßnahmen begleitet war, wobei die Ärzteschaft dabei immerhin eine tragende Rolle gespielt hat. Weltweit wurden astronomische Summen durch Corona in den medizinischen Bereich gespült und auch Österreich hat für die Pandemie 175 Milliarden ausgegeben, wenn nicht teilweise verschwendet. Abschließend die Frage: Hat die Ärztekammer die Politik während Corona richtig beraten?

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