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Deutschland Tour: Narváez gewinnt überraschend 2. Etappe

Verantwortlicher Autor: Markus Faber Arnsberg (DEU), 22.08.2025, 19:50 Uhr
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Arnsberg (DEU) [ENA] Jhonatan Narváez (UAE Team Emirates–XRG) hat die 2. Etappe der Lidl Deutschland Tour gewonnen. Der Ecuadorianer setzte sich in einem Dreiersprint gegen Riley Sheehan (Israel– Premier Tech) und Søren Wærenskjold (Uno-X Mobility) durch. Das Trio hatte sich im Finale aus einer zwölfköpfigen Spitzengruppe gelöst, die sich am Bonussprint 15 Kilometer vor dem Ziel gebildet hatte.

Wærenskjold kehrte damit zurück an die Spitze der Gesamtwertung und liegt dort nun eine Sekunde vor dem Tagessieger. „Es war ein verrücktes Finale“, erklärte der 28-Jährige ecuadorianische Landesmeister. „Aber ich habe den richtigen Moment erwischt. Weil wir im Team keinen richtigen Sprinter dabeihaben, versuchten wir, das Rennen schwer zu machen und für einen anderen Rennverlauf zu sorgen. Es ist immer schön zu gewinnen“, sagte Narváez nach seinem vierten Saisonsieg. Miguel Heidemann (REMBE | rad-net), Vinzent Dorn (BIKE AID) und Jonas Rutsch (Intermarché–Wanty) sowie Emils Liepins (Q36.5 Pro Cycling Team) und Vincent Bodet (Team Picnic PostNL) bildeten nach einigen Kilometern die Gruppe des Tages.

Mit einem Maximalvorsprung von dreieinhalb Minuten war das Quintett unterwegs. Die beiden Kontinental-Fahrer konnten den Profis aber nur bis 65 Kilometer vor dem Ziel folgen. Gut 30 Kilometer vor dem Ende setzte Rutsch zum Solo an. Er brachte einen Minimalvorsprung vor dem Feld über die erste Zielpassage in Arnsberg. Zum Bonussprint nahm das Rennen dann richtig Fahrt auf. Erst bildete sich die zwölfköpfige Gruppe heraus, zu der auch Jonathan Milan (Lidl–Trek), Matthew Brennan (Team Visma | Lease a Bike) und Danny van Poppel (Red Bull–BORA–hansgrohe) gehörten. Daraus lösten sich in der Folge Narváez, Sheehan und Wærenskjold, die ihren Vorsprung, der bis auf eine halbe Minute anwuchs, bis ins Ziel retten konnten.

Marius Mayrhofer (Tudor Pro Cycling Team) hatte versucht, die Lücke als Solist zu überbrücken, schaffte es aber nicht ganz bis zum Spitzentrio. Er wurde Vierter. Dahinter gewann Milan vor van Poppel den Sprint der Verfolger. Er persönlich hatte schon früh auf den 190,3 Kilometern zwischen Herford und Arnsberg für Action gesorgt. In den ersten Anstiegen des Tages hatte er sich als Solist auf die Jagd nach der frühen Ausreißergruppe gemacht, den Versuch später aber abgebrochen. Kräfte zu verschleudern kann er sich als nun beste Option im Team auf der 3. Etappe nicht leisten, weiß er selbst: „Morgen müssen wir es clever spielen, denn wir wollen die Gesamtwertung gewinnen.“

Heidemann, der wie Dorn schon auf der 1. Etappe zu den Ausreißern gehörte, verteidigte das Bergtrikot, liegt nun aber punktgleich mit Dorn an der Spitze der Wertung. In allen anderen Sonderwertungen hat Wærenskjold die Führungsposition inne. Am Samstag auf der 3. Etappe geht es erneut wellig zur Sache. Auf den 175,7 Kilometern von Arnsberg nach Kassel warten 2.720 Höhenmeter auf die Fahrer, die größte Herausforderung birgt der Buttenberg zur Hälfte des Rennens, auch kurz vor dem Ziel geht es kurz bergauf. Am Tag darauf endet die Deutschland Tour mit einer Flachetappe nach Magdeburg.

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